Quinn Freddy – Unter fremden Sternen
| A-Seite: | Unter fremden Sternen |
| B-Seite: | Du musst alles vergessen |
| Produkt: | Single mit Bildcover |
| Zustand Cover: | VG++ |
| Zustand Platte: | M- |
| Plattenfirma: | POLYDOR |
| Bestellnummer: | 23 981 |
| Pressung: | deutsche Pressung |
| Bemerkungen: |
1959
Freddy Quinn (Franz Eugen Helmut Manfred Nidl-Petz), geboren am 27. September 1931 in Niederfladnitz, Niederösterreich, ist ein österreichisch-deutscher Schlagersänger, Schauspieler und Entertainer. Seine Kindheit war alles andere als geordnet: Er floh als Jugendlicher vor seinem Stiefvater vom Gymnasium, schloss sich einem Wanderzirkus an – wo er Hochseil und Dompteurskunst erlernte – und soll sich zwischenzeitlich sogar der Fremdenlegion angeschlossen haben, bevor er als junger Mann per Anhalter durch Afrika reiste und schliesslich in Hamburg landete. Anfang der 1950er Jahre schlug er sich in der legendären Washington Bar auf St. Pauli durch – nicht als Matrose, sondern als Sänger von Hillbilly-Songs und US-Folklore. Dort entdeckte ihn der NWDR-Reporter Jürgen Roland, der für das neue Medium Fernsehen keine perfekten Sänger suchte, sondern „Typen“. Roland verpasste dem jungen Österreicher Seemannsuniform, Schiffchen und wehmütige Texte – und erfand damit eine der grössten Kunstfiguren der deutschen Nachkriegsunterhaltung. In seiner 2025 erschienenen Autobiografie räumte Quinn endgültig ein: ein echter Seemann war er nie. Doch die Masche funktionierte: Mit „Heimweh“ traf er 1956 den Nerv einer Generation, die sich nach Geborgenheit und Fernweh gleichzeitig sehnte – die erste Auflage wurde von den Rundfunkanstalten zunächst ignoriert, im Bayerischen Rundfunk zerbrach ein Moderator die Platte vor laufendem Mikrofon als „Schnulze des Jahres“, woraufhin sie im Handel reissenden Absatz fand. Noch im selben Jahr vertrat er Deutschland beim allerersten Eurovision Song Contest in Lugano mit „So geht das jede Nacht“ und belegte den zweiten Platz. Zwischen 1956 und 1966 landete er zehn Nummer-eins-Hits in den deutschen Charts, wurde zum ersten bundesdeutschen „Schallplattenmillionär“ und verkaufte in seiner Karriere über 60 Millionen Tonträger. Sein letzter Nummer-eins-Hit war 1966 „100 Mann und ein Befehl“, die deutsche Coverversion von Barry Sadlers „Ballad of the Green Berets“. Nebenbei war er als Zirkusakrobat aktiv – in der TV-Sendung „Stars in der Manege“ absolvierte er mehrfach ungesicherte Hochseilauftritte und wurde dafür mit dem „Zirkus-Oscar“ ausgezeichnet; von 1981 bis 1984 moderierte er die ZDF-Sendung „Zirkus, Zirkus“. Einem breiten Kinopublikum war er aus 13 Spielfilmen bekannt, beginnend mit „Die grosse Chance“ (1957). Sein Privatleben hielt Quinn jahrzehntelang streng unter Verschluss: Erst durch einen Steuerhinterziehungsprozess 2004 wurde öffentlich bekannt, dass er mit seiner Managerin Lilli Blessmann verheiratet war, die 2008 starb. 2023 heiratete er im Alter von 91 Jahren ein weiteres Mal. Heute lebt er mit seiner Frau Rosi auf einem Resthof in Schleswig-Holstein. Bekannte Lieder: |




