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Gall France – Ich liebe dich – so wie du bist (buntes Cover)

A-Seite: Ich liebe dich – so wie du bist
B-Seite: Links vom Rhein und rechts vom Rhein
 
Produkt: Single mit Bildcover
 
Zustand Cover: VG++
Zustand Platte: M-
 
Plattenfirma: DECCA
 
Bestellnummer: 29 019
 
Pressung: deutsche Pressung
 
Bemerkungen:

1969

 

France Gall (Isabelle Geneviève Marie Anne Gall), geboren am 9. Oktober 1947 in Paris, gestorben am 7. Januar 2018 in Neuilly-sur-Seine, war eine französische Sängerin. Musik lag ihr buchstäblich in den Genen: ihr Vater Robert Gall schrieb Chansons für Édith Piaf und Charles Aznavour, ihre Mutter war ebenfalls Sängerin. Mit Unterstützung der Eltern brach sie mit 15 Jahren die Schule ab und nahm ihre ersten Lieder auf – auf Rat ihres Managers unter dem Künstlernamen France Gall, weil der Name Isabelle durch die Sängerin Isabelle Aubret bereits belegt war. Ihre erste Single „Ne sois pas si bête“ verkaufte sich über 200’000 Mal. Wenige Wochen später lernte sie Serge Gainsbourg kennen, der die naive junge Frau als Lolita-Figur für seine zweideutigen Texte entdeckte – „France Gall hat mein Leben gerettet“, erinnerte sich Gainsbourg später, „bevor sie meine Lieder sang, war ich bei den meisten jungen Leuten total abgemeldet.“ 1965 gewann sie für Luxemburg den Grand Prix Eurovision de la Chanson in Neapel mit Gainsbourgs „Poupée de cire, poupée de son“ – dem ersten Uptempo-Titel, der den Wettbewerb je gewann. Ein Jahr später veröffentlichte sie arglos Gainsbourgs „Les sucettes“, ein Lied über Dauerlutscher, das in Wahrheit eine Ode an Oralverkehr war; France Gall beteuerte zeitlebens, sie hätte es nie gesungen, wenn sie den Subtext gekannt hätte. Der Skandal beendete die Zusammenarbeit mit Gainsbourg. Von 1966 bis 1972 lebte sie in Deutschland und nahm dort auf Deutsch gesungene Schlager auf – viele Texte stammten aus der Feder von Fred Weyrich. Für „A Banda – Zwei Apfelsinen im Haar“ erhielt sie 1968 eine Goldene Schallplatte. 1973 hörte sie während einer Autofahrt im Radio ein Lied von Michel Berger und hielt am Strassenrand an, um es auf sich wirken zu lassen; sie bat ihn, für sie zu schreiben, und sagte später, sie hätte ihre Karriere beendet, wenn er abgelehnt hätte. 1976 heirateten sie in Paris; Berger schrieb fortan ausschliesslich für sie und machte sie zur bedeutendsten Chansonsängerin Frankreichs der 1980er Jahre. 1988 wurde „Ella elle l’a“, Bergers Synth-Pop-Hommage an Ella Fitzgerald, ein Nummer-eins-Hit in Deutschland und Frankreich. Dann schlug das Schicksal gnadenlos zu: 1992 starb Berger während eines Tennisspiels an einem Herzinfarkt, 1993 erkrankte France Gall selbst an Brustkrebs, und 1997 starb ihre Tochter Pauline im Alter von 19 Jahren an Mukoviszidose. Sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und lebte längere Zeit auf der kleinen Insel Ngor vor der Küste Dakars im Senegal. Im Januar 2018 erlag sie einem erneut ausgebrochenen Krebsleiden. Sie wurde auf dem Cimetière de Montmartre im Familiengrab neben Michel Berger und ihrer Tochter Pauline bestattet.

Bekannte Lieder:
– Poupée de cire, poupée de son
– Ella elle l’a
– A Banda – Zwei Apfelsinen im Haar
– Haifisch-Baby
– Wassermann und Fisch
– Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte
– Il jouait du piano debout
– Computer Nr. 3

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/France_Gall
https://www.discogs.com/de/artist/257876-France-Gall

 

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